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31.01.2006 - Das kälteste Rennen der Welt
 
65 Athleten aus 13 verschiedenen Ländern haben sich für die vierte Ausgabe des Yukon Arctic Ultra angemeldet. Das ist ein Teilnehmerrekord für das extrem schwierige Rennen. Die Starter können dabei zwischen den Distanzen Marathon, 100 und 300 Meilen wählen.

Erneut sind sowohl Läufer als auch Skilangläufer und Mountainbiker dabei. Und auch der erste Skijörer (Skilanglaufen mit Hunden) wird sich der Herausforderung mit seinen Vierbeinern stellen. Mit über 90% stellen jedoch die Läufer die mit Abstand größte Gruppe.

Aus Deutschland sind fünf Extremsportler am Start: Michael Odenwald aus Lüdenscheid (41), Tom Wolter-Roessler aus Ulm (26), Tobias Modl aus Siegertsbrunn (26), Joachim Rintsch aus Tuttlingen-Möhringen (45) und Thomas Muhler, derzeit Moskau (41). Mit Ausnahme von Thomas starten alle über die 320 Meilen. Michael und Tom versuchen es zum zweiten Mal, da sie in 2005 aufgeben mussten. Joachim wird die 320 Meilen zum dritten Mal absolvieren. Er hat es schon zweimal ins Ziel geschafft. Tobias ist ein “Rookie” und wird die lange Distanz mit dem Mountainbike versuchen.

Ganz besondere Pläne hat Thomas Muhler. Nachdem er letztes Jahr mit seinem Mountainbike über die 320 Meilen schon erfolgreich war, wird er sich diesen Februar, nach dem 100 Meilen Rennen, einen weiteren Traum erfüllen. Von Braeburn aus fährt er 1.000 Meilen bis zum nördlichsten Küstenort Kanadas, nach Tuktoyaktuk.

“Jeder Teilnehmer hier ist für mich ein Held”, sagt Organisator Robert Pollhammer aus Mittenwald. “Die Vorbereitung auf ein solches Rennen ist sehr intensiv. Man braucht hervorragende Ausrüstung und muss richtig trainiert haben. Ansonsten hat man keine Chance”, fügt Pollhammer hinzu.

Die besondere Herausforderung des Yukon Arctic Ultra ist der Non-Stop-Modus des Rennens, das heißt, es gibt keine Tagesetappen. Zwischen dem Start in Whitehorse und den Zielorten gibt es nur die Teilnehmer, ein paar Checkpoints und jede Menge Wildnis. Um rechtzeitig anzukommen, müssen die Sportler auch nachts laufen. “Die Athleten der 320 Meilen sind täglich im Schnitt ca. 20 Stunden unterwegs und machen 4 Stunden Rast. Das ist nicht nur hart für den Körper, sondern auch für den Kopf”, weiß Pollhammer zu berichten.

Der Winter hat dieses Jahr im Yukon lange auf sich warten lassen. Doch jetzt ist er da. Temperaturen von bis zu minus 50 Grad Celsius lassen gerade sämtliche Flüsse und Seen gefrieren. Für die Teilnehmer ein großer Vorteil, denn die Strecke, der berühmte Yukon Quest Trail, nutzt nicht nur Landwege, sondern ebenso zahlreiche Wasserflächen. Das Abenteuer Yukon Arctic Ultra kann beginnen!

Quelle: http.www.funsporting.de
 
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